Behandlung von chronischen Schmerzen bei älteren Menschen

Behandlung von chronischen Schmerzen bei älteren MenschenChronische Schmerzen erfordern einen multidisziplinären Ansatz, um die Lebensqualität des Einzelnen zu verbessern, seine Unabhängigkeit zu fördern und schmerzbedingte physische und psychische Probleme zu verringern. Chronische Schmerzen bei älteren Menschen werden in der Regel durch Probleme des Bewegungsapparats, Nervenschäden oder chronische Krankheiten verursacht. Bei der Behandlung sollten der allgemeine Gesundheitszustand des Betroffenen, Begleiterkrankungen und Medikamenteneinnahme berücksichtigt werden.

Im Folgenden werden umfassende Informationen und Ansätze für die Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen vorgestellt:

1 Arten und Ursachen von chronischen Schmerzen bei älteren Menschen

1.1 Häufige Arten von chronischen Schmerzen

  1. Schmerzen des Muskel-Skelett-Systems
    • Osteoarthritis (Arthritis): Schmerzen in gewichtstragenden Gelenken wie Knien, Hüften und Wirbelsäule.
    • Wirbelsäulenprobleme: Bandscheibenvorfall, Bandscheibendegeneration, Spinalkanalstenose.
    • Muskelkater und myofasziale Schmerzen.
  2. Neuropathische Schmerzen
    • Diabetische Neuropathie, postherpetische Neuralgie (Schmerzen nach Gürtelrose).
    • Periphere Nervenverletzungen und Nervenkompression (z. B. Karpaltunnelsyndrom).
  3. Schmerzen aufgrund chronischer Krankheiten
    • Rheumatoide Arthritis, Osteoporose, Gefäßerkrankungen, Fibromyalgie.
  4. Krebs Schmerz
    • Schmerzen, die durch den Krebs selbst oder durch die Krebsbehandlung verursacht werden.
  5. Psychogener Schmerz
    • Erhöhte Schmerzwahrnehmung aufgrund von psychischen Problemen wie Depressionen und Angstzuständen.

2) Ansatz zur Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen

2.1 Multidisziplinärer Ansatz

Die Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der medizinische, körperliche, psychologische und soziale Faktoren berücksichtigt.

  1. Medizinisches Management: Medikamentöse Therapie und interventionelle Methoden, wenn nötig.
  2. Physikalische Therapie: Bewegung, physiotherapeutische Anwendungen.
  3. Psychologische Unterstützung: Psychotherapie zur Bewältigung von Depressionen und Angstzuständen, die durch chronische Schmerzen verursacht werden.
  4. Änderungen des Lebensstils: Ernährung, Schlafverhalten und tägliche Aktivität.

2.2 Wichtige Grundsätze im Behandlungsprozess

  1. Personalisierte Behandlung
    • Der Gesundheitszustand, die Schmerzgrenze und die Bedürfnisse eines jeden älteren Menschen sind unterschiedlich. Der Behandlungsplan sollte individuell gestaltet werden.
  2. Vorsicht vor Polypharmazie
    • Die Polypharmazie ist bei älteren Menschen aufgrund mehrerer Krankheiten weit verbreitet. Nebenwirkungen von Medikamenten und Wechselwirkungen zwischen Medikamenten sollten berücksichtigt werden.
  3. Management von Nebenwirkungen
    • Die Medikamente sollten bei älteren Menschen aufgrund der verminderten Nieren-, Leber- und anderer Organfunktionen mit größerer Vorsicht angewendet werden. Die Nebenwirkungen sollten überwacht und die Dosierung angepasst werden.

3) Methoden zur Behandlung chronischer Schmerzen

3.1 Pharmakologische Behandlung

  1. Paracetamol
    • Es ist das Medikament der ersten Wahl für ältere Menschen. Es kann bei leichten und mittleren Schmerzen sicher eingesetzt werden.
  2. Nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs)
    • Medikamente wie Ibuprofen und Naproxen können bei entzündlichen Schmerzen wirksam sein.
    • Aufgrund von Magenproblemen, Nierenfunktionsstörungen und kardiovaskulären Risiken sollte es jedoch mit Vorsicht verwendet werden. Der Magen kann durch Protonenpumpenhemmer geschützt werden.
  3. Topische Schmerzmittel
    • Cremes oder Pflaster, die auf die Haut aufgetragen werden (z. B. Capsaicin-Creme, Lidocain-Pflaster), sind besonders wirksam und sicher bei Gelenkschmerzen.
  4. Opioide
    • Es wird bei starken Schmerzen eingesetzt (z. B. bei Krebsschmerzen). Medikamente wie Morphin und Oxycodon sollten sorgfältig auf Abhängigkeit und Nebenwirkungen überwacht werden.
    • Eine unterstützende Behandlung kann erforderlich sein, um Nebenwirkungen wie Verstopfung zu vermeiden.
  5. Antidepressiva
    • Trizyklische Antidepressiva (z. B. Amitriptylin) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (z. B. Duloxetin) können bei neuropathischen Schmerzen wirksam sein.
  6. Antikonvulsiva
    • Medikamente wie Gabapentin und Pregabalin werden häufig bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt.
  7. Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel
    • Im Falle eines Mangels an Vitamin D, Magnesium oder Vitamin B12 kann eine unterstützende Therapie durchgeführt werden.

3.2 Physikalische Therapie und Rehabilitation

  1. Trainingsprogramme
    • Leichte bis mäßige aerobe Übungen (Gehen, Schwimmen).
    • Übungen zur Stärkung der Muskeln (leichtes Krafttraining).
    • Flexibilitäts- und Gleichgewichtsübungen (Yoga, Tai Chi).
  2. Methoden der Physiotherapie
    • Heiß-Kalt-Anwendungen, Ultraschalltherapie, transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS).
    • Massagetherapie und manuelle Therapie.
  3. Korrektur der Körperhaltung
    • Um die Belastung der Wirbelsäule und der Gelenke zu verringern, kann eine Haltungsschulung durchgeführt werden.

3.3 Interventionelle Behandlungen

  1. Nervenblockaden
    • Nerveninjektionen können zur Blockierung von Schmerzsignalen verabreicht werden.
  2. Epidurale Injektionen
    • Steroidinjektionen bei Wirbelsäulenschmerzen.
  3. Stimulation des Rückenmarks
    • Die Schmerzwahrnehmung kann durch Elektrostimulationsgeräte reduziert werden.

3.4 Psychologische und soziale Ansätze

  1. Psychotherapie
    • Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) kann die Schmerzwahrnehmung und die Stressbewältigung wirksam verbessern.
  2. Entspannungs-Techniken
    • Meditation, Atemübungen und Achtsamkeit können stressbedingte Schmerzen verringern.
  3. Soziale Unterstützung
    • Die Aufrechterhaltung enger sozialer Beziehungen zu Familie und Freunden verringert das Gefühl der Einsamkeit und verbessert das allgemeine Wohlbefinden.

3.5 Alternative und ergänzende Methoden

  1. Akupunktur
    • Sie kann besonders wirksam bei Schmerzen des Bewegungsapparates sein.
  2. Pflanzliche Behandlungen
    • Ergänzungsmittel, die die Gesundheit der Gelenke unterstützen, wie Glucosamin und Chondroitinsulfat, können verwendet werden. Diese sollten jedoch unter Aufsicht eines Arztes eingenommen werden.
  3. Aromatherapie und Massage
    • Es sorgt für Muskelentspannung und geistige Entspannung.

4 Änderungen des Lebensstils

  1. Ausgewogene Ernährung
    • Es sollte eine entzündungshemmende Ernährung (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Omega-3-Fettsäuren) gewählt werden.
    • Übermäßiger Salz- und Zuckerkonsum sollte vermieden werden.
  2. Regelmäßiger Schlaf
    • Ausreichender und hochwertiger Schlaf erhöht die Schmerztoleranz. Es sollte auf die Schlafhygiene geachtet werden, um einen regelmäßigen Schlaf zu gewährleisten.
  3. Steigerung der körperlichen Aktivität
    • Kurze tägliche Spaziergänge und leichte Mobilität verringern Muskelsteifheit und Gelenkschmerzen.
  4. Reduzierung/Entzug von Rauchen und Alkohol
    • Rauchen kann die Schmerzen verstärken, weil es die Blutzirkulation beeinträchtigt. Alkohol kann zu Wechselwirkungen mit den verwendeten Medikamenten führen.
  5. Stressbewältigung
    • Stress kann die Schmerzwahrnehmung verstärken. Stress kann mit Methoden wie Meditation, Yoga oder Atemübungen bewältigt werden.

5. zeit für die Bewerbung um einen Doktortitel

In den folgenden Fällen ist die Konsultation eines Spezialisten erforderlich:

  • Starke und unkontrollierbare Schmerzen: Wenn es das tägliche Leben beeinträchtigt.
  • Fortschreiten trotz Medikation: Wenn der Schmerz trotz Behandlung zunimmt.
  • Nebenwirkungen oder Komplikationen: Wenn das Medikament schwere Nebenwirkungen verursacht.
  • Erfordernis einer Zusatzeinrichtung: Wenn das Gehen, Sitzen oder alltägliche Aktivitäten schwierig sind.

Zusammenfassung

Die Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen sollte mit einem multidisziplinären Ansatz geplant werden, der den allgemeinen Gesundheitszustand und die Lebensweise des Einzelnen berücksichtigt. Eine Kombination aus medikamentöser Therapie, physikalischer Therapie, psychologischer Unterstützung und Änderungen der Lebensweise führt in der Regel zu den besten Ergebnissen. Während der Behandlung sollten die Nebenwirkungen der Medikamente und die Bedürfnisse des Einzelnen regelmäßig überwacht werden. Ziel der Schmerzbehandlung ist nicht nur die körperliche Linderung, sondern auch die Verbesserung der Unabhängigkeit und der Lebensqualität der älteren Menschen.

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