Kortikosteroid-Injektionen

Kortikosteroid-Injektionen: Eine wirksame Option zur Bekämpfung von Entzündungen

Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen in bestimmten Körperregionen können die Qualität des täglichen Lebens erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen eingesetzt Kortikosteroid-Injektionenist eine wirksame Behandlungsmethode, die dazu beiträgt, die Symptome zu lindern und die Mobilität zu verbessern, indem sie gezielt auf das entzündete Gewebe wirkt. Aber was genau sind Kortikosteroid-Injektionen, wie wirken sie und für wen sind sie geeignet? In diesem Artikel finden Sie Antworten auf all diese Fragen.

Was ist ein Kortikosteroid?

Kortikosteroideist eine synthetische Version des Hormons Cortisol, das natürlicherweise in der Nebenniere gebildet wird. Es unterdrückt entzündliche Prozesse im Körper und lindert Schmerzen, Schwellungen und Rötungen. Es ist jedoch wichtig, daran zu denken, dass Kortikosteroide, genau wie das körpereigene Hormon, eine breite Palette von Wirkungen haben.

  • Entzündungshemmende Wirkung: Es minimiert Entzündungen, indem es die Immunantwort des Körpers reguliert.
  • Immunosuppressive Wirkung: Bei längerem Gebrauch oder in hohen Dosen kann es die Abwehrkräfte des Körpers schwächen.

Kortikosteroide gibt es in verschiedenen Formen wie Tabletten, Cremes, Sprays oder Injektionen. Welche Form benötigt wird, entscheidet der Arzt je nach Art und Schwere der Erkrankung.

Wie funktionieren Kortikosteroid-Injektionen?

Kortikosteroid-Injektionen werden direkt in den entzündeten oder schmerzhaften Bereich gespritzt, wodurch eine hohe Konzentration des Medikaments erreicht wird. Auf diese Weise:

  1. Schnelle Entspannung: Da das Medikament direkt in das Zielgewebe gelangt, ist schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der Symptome zu spüren.
  2. Gezielte Behandlung: Es handelt sich um eine kontrolliertere Behandlungsmethode, da sie sich nur auf den betroffenen Bereich auswirkt und sich nicht im gesamten System ausbreitet.
  3. Langfristige Wirkung: In vielen Fällen kann eine einzige Injektion die Entzündung für Wochen oder Monate unterdrücken.

In welchen Fällen ist sie vorzuziehen?

  • Gelenkschmerzen und Arthritis: Es kann besonders wirksam bei der Linderung von Entzündungen und Schmerzen in Gelenken wie Knien, Schultern und Hüften sein.
  • Schleimbeutelentzündung und Sehnenscheidenentzündung: Sie wird häufig zur Linderung von Entzündungen im Gewebe eingesetzt, die durch langfristige Fehlhaltungen oder Überbeanspruchung entstanden sind.
  • Karpaltunnelsyndrom: Bei Schmerzen, die durch einen eingeklemmten Nerv im Bereich des Handgelenks verursacht werden, können regionale Kortikosteroidinjektionen die Schmerzen lindern.
  • Schmerzen aufgrund eines Lenden- oder Halswirbelbruchs: In Fällen, in denen die Nervenwurzel entzündet oder zusammengedrückt ist, können Injektionen in den Epiduralraum Linderung verschaffen.

Die Ärzte entscheiden über die Angemessenheit der Injektionstherapie unter Berücksichtigung der Krankengeschichte, des körperlichen Untersuchungsbefunds und der bildgebenden Verfahren (MRT, Ultraschall usw.).

Injektionsverfahren

  1. Vorbereitung und Bewertung: Das zu behandelnde Gebiet und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten werden überprüft. Bestehen besondere Bedingungen wie die Einnahme von Blutverdünnern, muss der Arzt informiert werden.
  2. Lokale Anästhesie oder leichte Sedierung: Für den Komfort des Patienten kann eine örtliche Betäubung erforderlich sein, insbesondere wenn intraartikuläre oder empfindliche Bereiche injiziert werden sollen.
  3. Bildgebungsgeleitete Praxis (fakultativ): Methoden wie Ultraschall oder Fluoroskopie (Röntgen) stellen sicher, dass die Injektion genau die richtige Stelle erreicht.
  4. Kurze Pause Ein leichtes Unbehagen oder Druckgefühl in der Region nach der Injektion ist normal. In der Regel können Sie das Krankenhaus oder die Klinik noch am selben Tag verlassen.

Nutzen und Vorteile

  • Schnelle Schmerzkontrolle: Die Entzündung im Gelenk oder Gewebe geht rasch zurück, die Schmerzen werden gelindert.
  • Erhöhte Mobilität: Vor allem intraartikuläre Injektionen verringern die Steifheit und erhöhen die Flexibilität und den Bewegungsumfang.
  • Geringere Medikamentenbelastung: Durch die Minimierung der systemischen Wirkungen (z. B. bei langer Einnahme von Kortikosteroiden durch den Mund) kann der unnötige Medikamentenverbrauch reduziert werden.
  • Alternative zur Operation: Bei einigen Patienten kann sie langfristig Linderung verschaffen, ohne dass ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist.

Mögliche Nebenwirkungen und Vorsichtshinweise

Wie bei jeder Behandlung gibt es auch bei Kortikosteroid-Injektionen Risiken und Nebenwirkungen:

  1. Risiko einer Infektion: Wenn keine sterilen Bedingungen eingehalten werden, kann es zu einer Infektion an der Injektionsstelle kommen.
  2. Hautverfärbung oder Verlust von Unterhautfettgewebe: Bei einigen Patienten kann es an der Injektionsstelle zu Verfärbungen oder Grübchenbildung kommen.
  3. Vorübergehende Schmerzsteigerung: In den ersten Tagen kann es zu verstärkten Schmerzen kommen. Diese verschwinden in der Regel nach kurzer Zeit.
  4. Grenze der wiederholten Nutzung: Häufige Injektionen können das Gelenkgewebe oder die Sehne schädigen. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte in der Regel nicht mehr als ein paar Injektionen pro Jahr.
  5. Systemische Auswirkungen: Bei langfristiger oder hochdosierter Anwendung von Kortikosteroiden können Probleme wie Gewichtszunahme, Blutdruckanstieg und Blutzuckerschwankungen auftreten. Dieses Risiko ist bei regionaler Anwendung geringer, sollte aber dennoch überwacht werden.

Für wen ist es nicht geeignet?

  • Verdacht auf eine ernsthafte Infektion: Bei Patienten mit aktiver Infektion kann ein zusätzlicher Eingriff, der die Körperintegrität stören könnte, ungünstig sein.
  • Blutungsstörungen: Das Risiko ist bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder bei Patienten, die Blutverdünner einnehmen, erhöht.
  • Schwerer Knochenschwund (Osteoporose): Wiederholte Kortikosteroidinjektionen können die Knochenmineraldichte weiter beeinträchtigen.
  • Diabetes- und Bluthochdruckpatienten: Kortikosteroide können den Blutzucker und den Blutdruck erhöhen; daher ist eine engmaschige Überwachung durch einen Arzt erforderlich.

Schlussfolgerung

Kortikosteroid-Injektionen sind eine wirksame Option zur Bekämpfung von Schmerzen und entzündungsbedingten Schwellungen. Wenn die Dosis und die Häufigkeit der Injektionen an den klinischen Zustand des Patienten angepasst werden, bringen sie sowohl kurz- als auch langfristig eine deutliche Linderung. Wie in jeder medizinischen Praxis ist es jedoch von großer Bedeutung, dass diese Behandlung unter der Kontrolle eines Facharztes und mit der richtigen Indikation und Technik durchgeführt wird.

Wenn Sie unter starken Gelenkschmerzen, Sehnenentzündungen oder chronischen Entzündungen leiden, empfehlen wir Ihnen dringend, sich von einem Orthopäden, Algologen oder Physiotherapeuten umfassend untersuchen zu lassen, um herauszufinden, ob Kortikosteroid-Injektionen für Sie geeignet sind. Denken Sie daran, dass der beste Behandlungsplan immer die individuellen Bedürfnisse und die gesundheitliche Vorgeschichte berücksichtigt.

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