Trigeminusnerv RFT

Radiofrequenz-Thermokoagulation des Trigeminusnervs (RFT)ist eine minimal-invasive Behandlungsmethode zur Bekämpfung chronischer und starker Schmerzen, die durch den Trigeminusnerv verursacht werden. Diese Methode kann eine wirksame Schmerzkontrolle bei Erkrankungen wie der Trigeminusneuralgie bieten.

Trigeminusnerv und Trigeminusneuralgie

  • Trigeminusnerv Er ist der 5. Hirnnerv, der die sensorischen und motorischen Funktionen im Gesicht leitet. Er hat drei Hauptäste: Augennerv (V1), Oberkiefernerv (V2) und Unterkiefernerv (V3).
  • Trigeminusneuralgie Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die sich durch plötzliche, starke und meist kurzzeitige Schmerzen im Gesicht infolge einer Schädigung oder Kompression des Nervs bemerkbar macht. Sie können durch einfache Tätigkeiten wie Essen, Sprechen oder Berühren ausgelöst werden.

Was ist die Radiofrequenz-Thermokoagulation (RFT)?

Bei der RFT werden Nervenfasern kontrolliert mit Radiowellen erwärmt und die Fasern, die den Schmerz übertragen, ausgeschaltet. Die RFT am Trigeminusnerv zielt darauf ab, die Schmerzübertragung dieses Nervs zu unterbinden. Während des Verfahrens werden die betroffenen Nervenfasern präzise bearbeitet und die für den Schmerz verantwortlichen Bahnen blockiert.

Wie wird das Verfahren durchgeführt?

  1. Bewertung und Vorbereitung:
    • Der Patient wird einer eingehenden Untersuchung unterzogen, bei der eine Trigeminusneuralgie diagnostiziert wird.
    • Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung und leichter Sedierung durchgeführt.
  2. Zielsetzung:
    • Der Patient wird in die richtige Position gebracht und die Haut wird sterilisiert.
    • Mit Hilfe der Fluoroskopie (Röntgenaufnahme)Das Gangliongebiet des Trigeminusnervs (Gasser-Ganglion) ist das Ziel.
  3. Platzierung der Nadeln:
    • Eine dünne Nadel wird unter die Haut und in den Gesichtsknochen geführt, um das Gasser-Ganglion zu erreichen.
  4. Nerventest:
    • Das RFT-Gerät wird verwendet, um zu bestätigen, dass die Nervenfasern richtig getroffen wurden. In diesem Stadium kann der Patient ein leichtes Gefühl oder eine Kontraktion im Gesicht spüren.
  5. Radiofrequenz-Anwendung:
    • Das Gerät sendet Radiowellen an die anvisierten Nervenfasern und erwärmt diese, wodurch sie deaktiviert werden. Die Wärme wirkt nur auf den schmerzleitenden Teil des Nervs, nicht auf die gesamte Nervenfaser.
  6. Fertigstellung:
    • Nach Abschluss des Eingriffs wird die Nadel entfernt und der Bereich sterilisiert. Der Patient wird kurz beobachtet und in der Regel noch am selben Tag entlassen.

Vorteile

  • Wirksame Schmerzkontrolle: Es kann die durch die Trigeminusneuralgie verursachten Schmerzen für lange Zeit lindern.
  • Minimalinvasiv Sie wird ohne chirurgischen Eingriff durchgeführt.
  • Schneller Wiederherstellungsprozess: Die meisten Patienten können innerhalb weniger Tage zu ihren normalen Aktivitäten zurückkehren.
  • Lokale Anwendung: Die Schmerzweiterleitung wird unterbrochen, andere sensorische Funktionen des Gesichts bleiben jedoch erhalten.
  • Reproduzierbarkeit: Das Verfahren kann wiederholt werden, wenn die Wirkung der Behandlung nachlässt.

Für wen ist es geeignet?

  • Patienten mit Trigeminusneuralgie, die mit Medikamenten keine ausreichende Linderung erfahren.
  • Personen, die für einen chirurgischen Eingriff nicht geeignet sind oder eine Operation nicht wünschen.
  • Patienten mit einem begrenzten und spezifischen Schmerz im Gesichtsbereich.

Risiken und Nebenwirkungen

Die RFT ist im Allgemeinen ein sicheres Verfahren, aber die folgenden möglichen Nebenwirkungen können auftreten:

  • Vorübergehende Taubheit: Vorübergehender Gefühlsverlust im behandelten Bereich.
  • Anhaltende Taubheit In seltenen Fällen kann es zu einer dauerhaften Taubheit eines Teils des Gesichts kommen, da die betroffenen Nervenfasern betroffen sind.
  • Leichte Schwäche der Gesichtsmuskeln: In sehr seltenen Fällen kann sie vorübergehend auftreten.
  • Infektion: Selten kann es zu einer Infektion an der Einstichstelle kommen.
  • Wiederauftreten von Schmerzen: Sind die Schmerzen nach dem Eingriff über längere Zeit nicht beherrschbar, kann die Behandlung wiederholt werden.

Pflege nach dem Eingriff

  • Der Patient kann innerhalb weniger Stunden nach dem Eingriff nach Hause gehen.
  • An der Einstichstelle der Nadel kann es zu leichten Schmerzen oder Blutergüssen kommen, die in der Regel innerhalb weniger Tage abklingen.
  • Wenn sich die Schmerzen nicht kontrollieren lassen oder wenn es nach dem Eingriff Anzeichen für Komplikationen gibt (starkes Taubheitsgefühl, Infektion usw.), sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wirksamkeit der Behandlung

  • Die meisten Patienten erleben nach der RFT eine deutliche Schmerzlinderung. Die Wirkung der Behandlung hält in der Regel zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren an.
  • Die Dauer der Wirkung kann von Person zu Person unterschiedlich sein, und das Verfahren kann wiederholt werden, wenn die Schmerzen erneut auftreten.

Schlussfolgerung

Trigeminusnerv RFTist eine wirksame, sichere und minimalinvasive Option zur Behandlung chronischer und starker Schmerzen wie der Trigeminusneuralgie. Sie bietet eine Lösung, die die Lebensqualität verbessert, insbesondere für Patienten, denen andere Behandlungsmethoden nicht ausreichend helfen. Für die Angemessenheit und die Einzelheiten der Behandlung sollte ein Neurologe oder Schmerzspezialist konsultiert werden.

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